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Spam

SPAM-Mails

Wir helfen Ihnen gerne bei unerwünschter E-Mail-Werbung und Newslettern weiter. Bei einer Kategorie von E-Mails können wir jedoch nicht weiterhelfen: so genannte „SPAM-Mails“. Aber was kann man gegen diese SPAM-Mails tun? 

Wer sich hinter den SPAM-Mails verbirgt, ist nicht klar. Wo die für den Versand der E-Mails verantwortlichen Stellen oder Personen ihren Geschäfts- bzw. Wohnsitz haben, ist nicht erkennbar, da die Absenderadresse entweder verfälscht oder nicht existent ist.

Diese Informationen sind regelmäßig für eine datenschutzrechtliche Überprüfung der Zulässigkeit einer Datenverarbeitung und Sanktionierung erforderlich.

Mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln haben wir aber keine Möglichkeit, die Urheber der E-Mails und deren Anschriften zu ermitteln.

  • Die konventionelle SPAM-Mail wird massenhaft z. B. für Werbezwecke im Internet verschickt und belegt dadurch nennenswerte Datenmengen.
  • Die SCAM-Mail möchte Sie dazu verleiten, für versprochene finanzielle Vorteile mit eigenem Geld in Vorkasse zu gehen. Selbstverständlich werden Sie anschließend niemals eine Ware oder Dienstleistung für Ihr Geld erhalten; es handelt sich also um einen sogenannten Vorschussbetrug zu Ihrem Nachteil.
  • Eine andere Variante der SCAM-Mail besteht darin, dass Sie dazu verleitet werden sollen, sich als Mittelsfrau/-mann für eine Geldwäsche zur Verfügung zu stellen. Dazu sollen Sie Ihr eigenes Bankkonto bereitstellen, um darüber Geldtransaktionen der E-Mail-Versender laufen zu lassen. Vorsicht, Sie machen sich ggf. strafbar, da hier Geldwäsche von auf illegalem Wege erwirtschafteten Schwarzgeldern betrieben wird!
  • Die Phishing-Mail will Sie dazu verleiten, Ihre personenbezogenen Daten preiszugeben. Eine Methode ist es, Ihnen gefälschte E-Mails zukommen zu lassen (Spoofing), die verfälschte Links auf betrügerische Webseiten enthalten. Dort werden Sie dann angehalten, Ihre personenbezogenen Daten (häufig auch Kontodaten und PIN) preiszugeben, damit die Kriminellen Zugang zu Ihrem Konto erhalten können. Eine andere Methode ist es, Ihren Rechner mit Malware zu infizieren, indem Ihnen manipulierte E-Mail-Anhänge zugesandt werden, die Sie öffnen sollen. Diese Malware kann zum Beispiel den Datenverkehr zwischen Ihnen und Ihrer Hausbank auslesen, um so ebenfalls an Ihre Kontodaten zu kommen.
  • Weitere Varianten einer SPAM-E-Mail sind der Joe-Job, der Hoax oder der Aktienspam. Über diese Varianten können Sie sich über die u. a. Links informieren.
  • Öffnen Sie keine dubiosen E-Mail-Anhänge und folgen Sie keinen zweifelhaften Links. Löschen Sie verdächtige E-Mails – sofern möglich – am besten sofort.
  • Erlauben Sie Ihrem E-Mail-Programm das Nachladen von Bildern nur dann, wenn Sie sich bezüglich der Herkunft bzw. Authentizität der E-Mail sicher sind.
  • Prüfen Sie Links vor dem Anklicken: Wenn Sie mit dem Mauszeiger über einem Link verharren, wird Ihnen angezeigt, wo dieser wirklich hinführt.
  • Halten Sie Ihre Antivirensoftware, ggf. auch Ihre Firewall und die Firmware Ihres Routers aktuell, damit mögliche Angriffe im Vorfeld oder beim Öffnen verdächtiger E-Mail-Anhänge oder Webseiten vereitelt werden können.
  • Geben Sie nicht ohne Not Ihre personenbezogenen Daten preis.
  • Lassen Sie sich auf keine zweifelhaften Geschäftspraktiken mit völlig unglaubwürdigen Gewinnversprechen ein. Überweisen Sie keine Geldbeträge als Vorschuss an Empfänger, die Sie nicht kennen oder die Ihnen seltsam erscheinen.
  • Wenn Sie auf die Tricks von Internetkriminellen hereingefallen und dadurch Opfer einer Straftat geworden sind, wenden Sie sich bitte an Staatsanwaltschaft oder Polizei.
  • Lassen Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht in öffentliche Verzeichnisse eintragen. Antworten Sie zudem nicht auf SPAM-Mails. Unseriöse Adresshändler können schon aus der Information, dass eine E-Mail-Adresse aktiv ist, Profit schlagen und diese Information weiterveräußern.
  • Bei einer erheblichen Belästigung durch SPAM kann auch die Installation einer Filtersoftware helfen, welche die E-Mail entweder beim Provider oder lokal auf Ihrem Endgerät herausfiltert, in den Spamordner Ihres E-Mailprogramms verschiebt oder gleichlöscht. Sollte aufgrund einer Auswertung der Absenderinformationen im E-Mail-Header herausgefunden werden, dass diese E-Mails von bestimmten Servern im Ausland verschickt worden sind, die nur den Zweck haben, SPAM-E-Mails zu versenden, dann kann dieser Server vor Ort durch den Provider vom Netz genommen werden. Zu diesem Zweck haben der deutsche Verband eco e.V. und die Freiwillige Selbstkontrolle Multi-Media-Diensteanbieter fsm e.V. eine Beschwerdestelle eingerichtet, an die Informationen über SPAM-E-Mails gerichtet werden können.
     
  • Zudem kann es helfen, sog. temporäre E-Mail-Adressen zu verwenden. Diese haben, wie der Name schon sagt, eine begrenzte Haltbarkeit, wobei es verschiedene Anbieter mit unterschiedlichen Sicherheitsniveaus gibt. Oft sind diese Dienste anonym. Nachteil ist, dass solche Nachrichten von vielen E-Mail-Diensten sofort als Spam klassifiziert werden und dass Nachrichten darüber oft auch nur kurze Zeit abrufbar sind. Das gleiche gilt für feste E-Mail-Adressen von Anbietern, die eine anonyme Einrichtung ermöglichen. Eine andere Möglichkeit ist das Einrichten einer Alias-E-Mail-Adresse über den eigenen Anbieter. Große E-Mail-Anbieter wie telekom.de, web.de und gmx.de bieten eine solche Alias-Funktion an. Umfang und Möglichkeiten variieren und nicht alles ist kostenlos. Web.de bietet zum Beispiel verschiedene Varianten für das eigene Postfach nur gegen eine kostenpflichtige Clubmitgliedschaft an, dagegen ist bei gmx.de das Einrichten von „Fundomain“-Adressen im Freemail-Angebot enthalten. Auch Outlook oder Gmail ermöglichen das Einrichten weiterer E-Mail-Konten. Der Vorteil von Alias-Adressen besteht darin, dass diese zwar die Mails ins gewohnte, regelmäßig genutzte Postfach befördern, aber jederzeit wieder gelöscht werden können, ohne dass dies die Funktion der Hauptadresse beeinträchtigt. Damit kann man sich bei Online-Shops, Foren, etc. registrieren, ohne seine „richtige“ E-Mail-Adresse angeben zu müssen. Sobald man feststellt, dass eine solche Adresse „verbrannt“ ist, kann diese folgenlos gelöscht und eine neue angelegt werden.