20.05.2014 - Smartes Fernsehen nur mit smartem Datenschutz - anonymes Fernsehen muss weiter möglich sein!

 

„Moderne Fernsehgeräte (SmartTV) ermöglichen, das individuelle Nutzungsverhalten auszuwerten – anonymes Fernsehen muss aber weiter möglich sein“, so Ulrich Lepper, der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW. Die gesetzlichen Mindestanforderungen dazu haben die Datenschutzaufsichtsbehörden und die Datenschutzbeauftragten der öffentlich-rechtlichen Sender jetzt gemeinsam festgehalten. Diese Position wird ebenfalls von der Konferenz der Direktoren der Landesanstalten für Medien unterstützt. Ulrich Lepper: „Ich freue mich, dass wir damit zusammen ein klares Signal an die Gerätehersteller, Rundfunkanstalten und sonstigen Anbieter senden.“

 

Während ein Zuschauer beim Empfang des herkömmlich ausgestrahlten Fernsehprogramms bislang anonym blieb, kann er bei der Nutzung von Online-Angeboten über SmartTV-Geräte jetzt identifizierbar sein. Über die wechselseitige Internetkommunikation für die Endgerätehersteller, Sender und sonstige Anbieter von Online-Diensten kann das individuelle Nutzungsverhalten konkret analysiert und ausgewertet werden.

 

Ulrich Lepper: „Das Recht auf freien und unbeobachteten Medienzugang ist eine Grundbedingung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung und darf durch unzulässige Erhebung von Zuschauerdaten nicht gefährdet werden.“

 

Der Landesdatenschutzbeauftragte fordert daher alle Hersteller von SmartTV-Geräten, Rundfunkanstalten und sonstigen Anbieter von Online-Diensten auf, die datenschutzrechtlichen Mindestanforderungen zu beachten.

 

 

Anlage: Gemeinsames Positionspapier

 

• der Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich (Düsseldorfer Kreis),

• der Datenschutzbeauftragten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

 

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