Mieterfragebögen

Wohnungssuchende werden vor Abschluss eines Mietvertrages häufig damit konfrontiert, dass sie in einem standardisierten Fragebogen detailliert Auskunft über persönliche Informationen geben sollen. Wir erläutern, welche Fragen wann zulässig sind.

 

Die Beurteilung, welche Daten vom Vermieter verlangt werden dürfen, richtet sich danach, ob die Betroffenen zunächst im Rahmen von Wohnungsangeboten nur Interesse an einem Besichtigungstermin haben oder ob sie nach einem solchen Besichtigungstermin ein konkretes Interesse an einer Wohnung äußern und den Abschluss eines Mietvertrages wünschen.

Wenn der Mietinteressent zunächst nur einen Besichtigungstermin anstrebt, ist die Erhebung folgender Angaben zulässig:

  • Name, Anschrift, private Telefonnummer
  • Anzahl der im Haushalt lebenden Personen
  • Vorhandensein von Haustieren
  • Vorliegen eines Wohnberechtigungsscheins (wenn ein solcher für die angebotenen Wohnung erforderlich ist)
  • Art, Größe und Ausstattung der gewünschten Wohnung.

Steht der Mietvertragsabschluss unmittelbar bevor, ist darüber hinaus die Erhebung folgender Angaben zulässig:

  • Geburtsdatum
  • Beruf
  • Arbeitgeber
  • Einkommen (bzw. Höhe des Betrages, der nach Abzug regelmäßiger monatlicher Belastungen zur Verfügung steht)
  • Nachweis über die finanziellen Verhältnisse (zum Beispiel Lohn- oder Gehaltsabrechnung oder Kontoauszüge unter Schwärzung nicht erforderlicher Angaben)
  • Eintragungen in öffentlichen Schuldnerverzeichnissen (etwa eine eidesstattliche Versicherung)
  • Räumungstitel/einstweilige Verfügung in Mietsachen
  • SCHUFA-/Auskunfteiinformationen nur unter bestimmten Voraussetzungen (Beschluss des Düsseldorfer Kreises: Bonitätsauskünfte über Mietinteressenten nur eingeschränkt zulässig).

Die Erhebung weitergehender Daten ist unzulässig. Insbesondere dürfen Vermieter nicht nach den folgenden Angaben fragen:

  • Vorlage einer SCHUFA-/Auskunftei-Selbstauskunft
  • Staatsangehörigkeit (es sei denn, es liegt eine Ausnahme nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz vor)
  • Aktuelle oder frühere Vermieter/innen
  • Grund des Wohnungswechsels
  • Telefonnummer des Arbeitgebers

 

Weitere Einzelheiten enthält die Information "Mieterfragebögen: Was darf gefragt werden?"

 

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