Programm
Die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in NRW legt im Jahr 2025 ihren Fokus in besonderem Maße auf das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Am 18. Februar will sie darüber mit Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft diskutieren. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie weit die öffentliche Verwaltung beim Einsatz von KI vorangeschritten ist – und welche rechtlichen und strukturellen Herausforderungen noch zu meistern sind.
Die rasante Entwicklung im Bereich der KI bietet neue Möglichkeiten, auch öffentliche Dienstleistungen in Nordrhein-Westfalen effizienter und bürgerfreundlicher zu gestalten. Genutzt wird KI in der Regel jedoch noch zögerlich. Zwar wächst das Interesse, und erste Pilotprojekte tasten sich in den Verwaltungsalltag vor. Aber die Situation ist noch immer von Unsicherheit sowohl in tatsächlicher als auch rechtlicher Hinsicht geprägt.
Wo konkret kann KI in der Verwaltung zum Einsatz kommen? Vor welchen spezifischen rechtlichen und strukturellen Herausforderungen stehen Verwaltungen dabei? Welche Rahmenbedingungen gilt es zu schaffen oder zu verändern?
Wie KI und Datenschutz gemeinsam realisiert werden, will die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in NRW am 18. Februar in einer eigens darauf ausgerichteten Veranstaltung mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft diskutieren.
| Erster Teil | |
|---|---|
| 09.00 - 10.00 | Ankommen |
| 10.00 – 10.15 | Grußwort | Thomas Schürmann (Regierungspräsident Düsseldorf) |
| 10:15 – 10.30 | Einführung und Präsentation der Programmpunkte | Bettina Gayk (Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW) |
| 10:30 – 11.00 | Vom Denken zum Verstehen: KI-Technologien und Potenziale für die Verwaltung von morgen | Martin Krisch (adesso SE) Welche KI-Trends und Technologien verändern die öffentliche Verwaltung – über Large Language Models hinaus? Intelligente Agenten-Systeme, prädiktive Analysen und intelligente Mensch-Maschine-Systeme eröffnen völlig neue Möglichkeiten, Verwaltungsprozesse effizienter, bürgernäher und zukunftssicher zu gestalten. Doch welche Herausforderungen bringt dieser Wandel mit sich und was bedeutet das für den Datenschutz, ethische Leitlinien und die Verwaltungsmitarbeitenden? Dieser Vortrag wirft einen Blick auf die spannendsten technologischen Entwicklungen, fragt nach ihren Potenzialen für die Verwaltung und beleuchtet, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um diese Innovationen erfolgreich und verantwortungsvoll einzusetzen. |
| 11:00 – 11.30 | Kaffeepause |
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| 11:30 – 12.00 | Datenschutz vs. KI: Tanz auf dem digitalen Drahtseil | Dr. Frederik Möllers, LL.M (Saarbrücker Zentrum für Recht und Digitalisierung) Zentrale Forderung der Datenschutzregulierung ist die sogenannte Datenminimierung. Es sollen also nur genau so viele personenbezogene Daten verarbeitet werden, wie absolut notwendig. Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz hingegen gilt der Grundsatz: Je mehr Daten, desto besser. Wie passt das zusammen? Stehen sich KI und Datenschutz gegenseitig im Weg oder lassen sich auch positive Wechselwirkungen ausmachen? In diesem Vortrag wird auf das Spannungsfeld zwischen der DS-GVO und der KI-VO eingegangen sowie auf die Herausforderungen beim praktischen Einsatz von KI-Werkzeugen in der öffentlichen Verwaltung. Dabei geht es unter anderem um Fragen der datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit, um Rechte von Betroffenen sowie um die verschiedenen Szenarien, wie KI in der Verwaltung eingesetzt werden kann. |
| 12:00 – 12:30 | KI in der Verwaltungspraxis - Strategischer Ansatz und operative Umsetzung am Beispiel von NRW.Genius | Dr. Michael Huter (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung) und Arne Schömann (IT.NRW) Im Rahmen ihres Vortrags „KI in der Verwaltungspraxis | Strategischer Ansatz und operative Umsetzung am Beispiel von NRW.Genius“ beleuchten die Referenten das derzeit herrschende Spannungsfeld zwischen dem Hype und praktischen ersten Schritten zum Einsatz von generativer KI in der Verwaltung. Dabei werden zentrale Faktoren beleuchtet, die mit Blick auf strategische Ansätze in diesem dynamischen und komplexen neuen technologischen Feld aus Verwaltungsperspektive entscheidend sind. Dabei bilden Ein- und Ausblicke in das Projekt NRW.Genius, mit dem der Einstieg in die strukturierte Nutzung von generativer künstlicher Intelligenz in der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalens derzeit an Fahrt aufnimmt, einen besonderen Schwerpunkt. |
| 12.30 – 13.30 | Mittagspause |
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| Zweiter Teil | |
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| 13.30 – 14.00 | Generative KI – Gefangen zwischen emotionalen Geschichten und kalten Fakten | Prof. Dr. Hannes Rothe (Universität Duisburg-Essen) Generative KI-Anwendungen beherrschen aktuell öffentliche Medien, private Zoom-Calls und betriebliche Meetings. Large Language Models wie OpenAIs GPT4o, Metas Llama Modell oder Deepseek können vermeintlich „alle“ Probleme lösen. Um hinter dieses Narrativ generativer KI zu blicken, legt Prof. Rothe dar, wie und warum junge KI-Unternehmen sich solcher Geschichten bedienen und illustriert wo sie an ihre Grenzen stoßen. |
| 14.00 – 15.30 | Diskussionsrunde
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